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Anlagen

Lernecke für Studierende mit Raumautomation

Bild 1: Die Lernecke im Ausgangszustand

Ausgangszustand des Raumbereichs „Lernecke“

Die Lernecke befand sich bis zum Sommer 2011 in einem für ein effektives Lernen eher ungünstigen Zustand. Die Beleuchtung beschränkte sich auf eine in Bild 1 veranschaulichten eher spärlichen Flurbeleuchtung mit nicht ausreichender Beleuchtungsstärke. Die betroffene Fläche machte nahezu zwei Drittel der vorgesehenen Gesamtnutzfläche aus. Das dritte Drittel der Fläche erlaubt eine Tageslichtnutzung durch ein Fenster. Dieser Teilbereich wurde deshalb von Studierenden vorwiegend als Arbeitsbereich genutzt. Für das Winterhalbjahr bestand verstärkt ein Handlungsbedarf für die gesamte Nutzfläche. Der Gedanke wurde mit dem Projekt „Energieinsel mit Lernecke“ im Rahmen eines Wahlseminars zum Thema “Smart Grids” aufgriffen.

Bild 2: Simulation Beleuchtungsprofil

Simuliertes Beleuchtungsprofil für die Lernecke

Um Anforderungen gemäß der Arbeitsstättenverordnung bzw. der DIN 5035 Teil 8 für Arbeitsplatzleuchten gerecht zu werden, sollte eine Beleuchtung eingesetzt werden, die für ausreichende Lichtverhältnisse bei den einzelnen Arbeitsflächen mit einem Orientierungswert von 500 Lux sorgt. Da der Raum ein starkes Helligkeitsgefälle aufweist, fiel die Wahl auf den Einsatz einzeln dimmbarer Leuchten mit Präsenzerkennung. Eine zentrale Steuerung dient zudem über ein Bedienpanel zur individuellen Einstellung der Beleuchtungsstärke an den jeweiligen Arbeitsflächen.

Die Anordnung der Leuchten gemäß Bild 2 erwies sich als optimales Ausleuchtungsprofil für den gesamtem Nutzbereich. Die Bestimmung der optimalen Ausleuchtung erfolgte durch Simulation mit der Simulationssoftware DIALUX.

Bild 3: Realisierte Lernecke

Realisierte Lernecke mit Bedienpanel im Schaltschrank

Der gesamte Energiebedarf der Lernecke sollte als weitere Forderung ausschließlich von der Energieinsel gedeckt werden. Die an der Nutzung orientierte Steuerung der Beleuchtungsstärke ist Teil der energetischen Optimierung im Sinne eines Smart Grid und dient als Testaufbau für die Entwicklung dynamischer Lastprognosen bei  Bürobereichen in Nichtwohngebäuden. Als weiterer nutzungsabhängiger Energiebedarf ist die Möglichkeit zur Aufladung/zum Betrieb von Elektrogeräten wie Notebooks oder Smart Phones über Steckdosen eingerichtet. Bild 3 zeigt den derzeitigen Ausbauzustand der Lernecke, die sich im 1.OG im Nordosten des Gebäude B der Hochschule Offenburg befindet.