Forschungsgruppe-NET - Hochschule Offenburg

Solarthermie

Wissenschaftlich-technische Begleitung von solarthermischen Großanlagen

Sonnenkollektoren sind heute in der Lage einen wesentlichen Beitrag zur Wärmeerzeugung im Gebäude zu leisten. In den kommenden Jahren wird in Deutschland das Solar-Aktiv-Haus entwickelt, bei dem die Solarthermie eine zentrale Rolle übernimmt und fossile Energieträger nur noch Back-up Funktionen haben. Neue Einsatzfelder wie die Wärmebereitstellung für Ab- und Adsorptionskältemaschinen stellen derzeit wegen der hohen Betriebstemperaturen eine Herausforderung dar, der sich die Solarthermie in Pilot- und Demonstrationsvorhaben stellt.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens Solarthermie2000 und Solarthermie2000plus hat die Forschungsgruppe net seit mehr als 10 Jahren viele Großprojekte wissenschaftlich-technisch begleitet. Mit Hilfe eines umfangreichen Anlagenmonitorings konnten Vergleichszahlen/Benchmarks ermittelt und Vorschläge zur Optimierung von Anlagen erarbeitet werden. 

Im Rahmen des 1993 gestarteten Förderkonzepts Solarthermie-2000, Teilprogramm 2 und des Folgeprogramms Solarthermie2000plus wurden bis Ende 2011 in ganz Deutschland mehr als 70 solare Großanlagen zur Brauchwassererwärmung errichtet. Charakteristisch für diese Anlagen ist deren Kollektorfeldgröße von mindestens 100 m². Am Beispiel dieser Demonstrationsanlagen soll die technische und wirtschaftliche Einsatztauglichkeit aktiver thermischer Solarsysteme demonstriert, deren Technik weiterentwickelt und die Systemschaltungen und -dimensionierung standardisiert werden. 

In einem wissenschaftlich-technischen Begleitprogramm werden die Solaranlagen von der Idee über die Realisierung bis hin zu einem mehrjährigen Betrieb von einer unabhängigen Stelle betreut. Für die Begleitung der Demonstrationsanlagen in Südwestdeutschland ist seit 1999 die Hochschule Offenburg zuständig. 

Die Hauptaufgaben sind:

  • Eignungsprüfung von Objekten zur Errichtung thermischer Solargroßanlagen, 
  • Unterstützung der Projektbeteiligten bei der Anlagenplanung, -ausschreibung und -ausführung, 
  • Konzeption und Installation der Messtechnik, 
  • mehrjährige Messdatenerfassung und -auswertung, 
  • Überwachung und Beurteilung des Anlagenbetriebs,
  • Störfallanalyse und Optimierungsvorschläge,
  • Know-how Transfer.

Von der Hochschule Offenburg werden zehn Solargroßanlagen begleitet. Fünf dieser Anlagen, in Freiburg (2x), Mindelheim, Singen und Baden-Baden werden ausschließlich zur Trinkwassererwärmung eingesetzt. Eine weitere Anlage in Waldbronn erwärmt neben dem Trinkwasser auch noch das Schwimmbadwasser. Von den vier jüngsten Anlagen, die im Programm Solarthermie2000plus gefördert werden speist eine die Solarwärme in ein Nahwärmenetz und die anderen drei in das Heizungssystem des Firmen- /Schulgeländes ein. Dort wird die Wärme zur Raumheizung und Kälteerzeugung genutzt.

Auf der Seite Vergleich finden Sie die jährlich aktualisierten Messergebnisse aller von der Hochschule Offenburg betreuten Solartherischen Großanlagen.

www.solarthermie2000.de               www.solarthermie2000plus.de