Forschungsgruppe-NET - Hochschule Offenburg

Solarthermie

Kosten

Die Investitionskosten geben die Verteilung der Kosten der ein-zelnen Anlagenteile und der Planung wieder.
Die solaren Nutzwärmekosten geben den Preis pro kWh Nutz-wärme an. Sie werden berechnet aus dem Quotienten der Sys-temkosten (Investitionskosten für die Planung und Errichtung des Solarsystems und die Kapitalkosten bei 6 % Zins und einer Anlagenlebensdauer von 20 Jahren) und dem Jahresertrag des Solarsystems.

Die mittleren Investitionskosten für Planung und Errichtung der Solarsysteme lagen bei 681 Euro pro m² Kollektorfläche (inkl. MwSt.). In der nebenstehenden oberen Abbildung sind für jede der sieben Anlagen die spezifischen Kosten pro m² Kollektorfläche dargestellt, unterteilt in Einzelkosten der Systemkomponenten und der Planung. Dabei zeigt sich eine große Bandbreite sowohl bei den Gesamtinvestitionskosten als auch bei den Kosten der Komponenten. Hauptursache dafür sind die unterschiedlichen Installationsbedingungen. Dies sind zum Beispiel die Art der Kollektormontage (Flach- oder Schrägdach/ In- oder Aufdach) oder die Verwendung bereits vorhandener Komponenten (z. B. Wasserspeicher). Die Anlage mit den geringsten spezifischen Kosten ist Holzgerlingen. Dies ist vor allem auf die, im Vergleich zum Trinkwassersystem weniger aufwendige Anbindung an das Nahwärmenetz zurückzuführen. Die höchsten spezifischen Kosten entstanden in Freiburg Wilmersdorfer Straße. Hier schlägt vor allem die aufwendige Verrohrung und Kollektoraufständerung zu Buche. Da das Kollektorfeld auf zwei Hochhausdächer verteilt werden musste, waren neben einer erdverlegten Leitung auch zwei Steigleitungen notwendig.

Die untere Abbildung zeigt die mittleren solaren Nutzwärmekosten und zusätzlich die minimalen Nutzwärmekosten der Solarsysteme, die mit den Anlagen erreicht wurden. Hier konnten in Freiburg-Vauban die geringsten solaren Wärmekosten erzielt werden, was auf die sehr hohe Auslastung zurückzuführen ist. Die höchsten Wärmekosten wurden in Holzgerlingen erzielt, was auf den, im Vergleich zu Trinkwasseranlagen, niedrigen solaren Ertrag zurückzuführen ist.

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