Forschungsgruppe-NET - Hochschule Offenburg

Solarthermie

Zusammenfassung und Fazit

Die gemessenen Anlagenerträge entsprechen in etwa den prognostizierten Werten, was dadurch dokumentiert wird, dass alle bisher nachgerechneten Anlagen die Energiegarantie erfüllt haben. Dazu bedurfte es bei jeder Anlage eines  mehr oder weniger langen Probebetriebes  mit entsprechenden Optimierungsmaßnahmen. Ohne eine intensive Vermessung und Beobachtung der Solarsysteme hätten viele Mängel nicht festgestellt werden können, was zwangsläufig zu einer reduzierten Funktionsfähigkeit und teilweise erheblich geringeren Anlagenerträgen geführt hätte. Mit Solargroßanlagen zur Brauchwassererwärmung können Nutzwärmekosten erreicht werden, die eine künftige wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit zu der konventionellen Wärmeerzeugung in Aussicht stellen.

Nicht außer Acht lassen darf man den Beitrag der neun begleiteten Solarsysteme zum Umweltschutz. Durch deren Betrieb können jährlich etwa 150.000 l Heizöl bzw. 150.000 m³ Erdgas eingespart werden, was gleichbedeutend mit der Vermeidung von ca. 300 t an CO2 ist.

Solargroßanlagen zur Trinkwassererwärmung sind inzwischen weitestgehend standardisiert. Auch im Bereich der solaren Klimatisierung konnten umfangreiche Erkenntnisse zur Anlagenkonfiguration und Dimensionierung gewonnen werden, die zur Standardisierung der Systeme beitragen können. Durch die Kombination von Solarsystemen zur Trinkwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit der solaren Klimatisierung können die Solarsysteme größer dimensioniert werden und damit höhere Deckungsanteile realisiert werden, ohne die Gefahr häufiger Stagnation im Smmer. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wurde die Basis für einen effektiven Betrieb solcher Solarsysteme geschaffen.